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Coronavirus

Aktuelle Informationen für Besucher

Liebe Besucher,

viele von Ihnen wenden sich mit allerlei Fragen zum neuartigen Coronavirus (das auch SARS-CoV-2 oder COVID-19 genannt wird) an unsere Krankenhäuser, da sie verunsichert sind. Wir möchten Ihnen daher die wichtigsten bisher bekannten Fakten zu SARS-CoV-2 erläutern, und Ihnen zudem erklären, wie Sie am Besten vorgehen, wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie daran erkrankt sein könnten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat SARS-CoV-2 als weltweiten Notfall eingestuft. Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als hoch eingeschätzt. Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern. Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht tagesaktuell die neuesten Erkenntnisse, Einschätzungen und Verhaltensregeln zu SARS-CoV-2. Auch die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung bietet eine tagesaktuelle und gut strukturierte Übersicht.

Es besteht seit dem 13.03.2020 laut Allgemeinverfügung des Landkreises Dahme-Spreewald (12.03.20) bis auf Weiteres ein Besuchsverbot in Krankenhäusern. Ausnahmen sind Kinder und Palliativpatienten, die einmal am Tag für eine Stunde von nahen Angehörigen besucht werden dürfen. Händedesinfektion und möglichst Distanz sind auch in diesen Situationen notwendig. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass bis auf Weiteres die Cafeteria in der Spreewaldklinik Lübben und im Achenbach-Krankenhaus und auch das Casino im Achenbach-Krankenhaus geschlossen bleiben. 

Seit dem 20. März 2020 werden in Lübben (Schulgebäude der Spreewaldklinik) und am Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen in separierten Räumen täglich von 10 bis 12 Uhr für Patienten mit eindeutigen Symptomen Tests auf einen Befund durchgeführt. Die Reduktion auf diese besonderen Gruppen ist zwingend notwendig. Nur so können die tatsächlich Gefährdeten erkannt werden. Mit dem Virus infiziert können Menschen sein, die

  • eindeutige Symptome haben: Fieber, Husten, Atemnot, Halsschmerzen, ggf. zusätzlich Kopf- und Muskelschmerzen, evtl. laufende Nase
  • eindeutige und ungeschützte Kontakte mit Infizierten in den letzten 2 Wochen hatten,
  • (Rückkehrer aus bestimmten Reisegebieten sind, die unter Quarantäne gestellt wurden).

Eine normale Erkältung oder nur die Befürchtung, eventuell einen Kontakt gehabt zu haben, reichen nicht aus, um als gefährdet eingestuft zu sein.

Weitere Fiebersprechstunden im Landkreis finden Sie auf der Website des Landkreises Dahme-Spreewald, ebenso die jeweils aktuellsten Informationen.

Das Gesundheitsamt Dahme-Spreewald hat eine Hotline,
Tel.: 03375 26 21 46- täglich 08:00 - 22:00 Uhr

Bürgertelefon Land Brandenburg: 0331 86 83-777 - Mo.- Fr. 09:00 - 15:00 Uhr
(Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz)
Aktuelle Informationen Land Brandenburg: https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/start/ 
bzw. Bürgertelefon im Koordinierungszentrum: 0331 86 650 50 - Mo - Fr 9:00 bis 17:00 Uhr
Koordinierungszentrum Krisenmanagement in Brandenburg: https://kkm.brandenburg.de/kkm/de/start/

Zentrale Hotline Berlin: 030 90 28 28 28 - täglich 08:00 - 20:00 Uhr

Ärztlicher Bereitschaftsdienst (bundesweit)116 117 - jederzeit

Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit: 030 346 465 100
Mo.- Do. 08:00 - 18:00 Uhr, Fr. 08:00 - 12:00 Uhr

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice erreichbar per
Fax: 030 340 60 66 – 07 oder E-Mail: info.gehoerlos@bmg.bund.de
Gebärdentelefon (Videotelefonie): https://www.gebaerdentelefon.de/bmg

Einschätzung des Robert Koch-Instituts
„Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als hoch eingeschätzt. Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu. Die Belastung des Gesundheitswesens hängt maßgeblich von der regionalen Verbreitung der Infektion, den vorhandenen Kapazitäten und den eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Isolierung, Quarantäne, soziale Distanzierung) ab und kann örtlich sehr hoch sein. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.“

Wie kann SARS-CoV-2übertragen werden?
Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.  Ob SARS-CoV-2 auch über den Stuhl verbreitet werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt.

Wie lange dauert die Inkubationszeit?
Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten.

Welche Symptome zeigen sich beim neuartigen Coronavirus?
Wie andere Atemwegserkrankungen kann eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu grippeähnlichen Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei den bisher hauptsächlich aus China berichteten Fällen verliefen vier von fünf Krankheitsverläufen mild.

Was muss ich tun, wenn ich den Verdacht habe, mich mit SARS-CoV-2infiziert zu haben?
Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das SARS-CoV-2-Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Das Gesundheitsamt wird dann alle weiteren Schritte einleiten und Sie darüber unverzüglich informieren.
Personen, die sich in einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben, sollten – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Beim Auftreten von akuten Symptomen, die auf eine Atemwegserkrankung hindeuten, sollten Sie die Husten- und Niesetikette sowie eine gute Händehygiene beachten, das Gesundheitsamt informieren und dessen Anweisungen befolgen.
Um das für Sie zuständige Gesundheitsamt zu finden, nutzen Sie am Besten das Online-Tool des RKI, in das Sie einfach Ihre Postleitzahl eintragen.

Ist das Krankenhaus die richtige Anlaufstelle für mich, wenn ich den Verdacht habe, mich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert zu haben?
Ein Besuch im Krankenhaus bzw. eine stationäre Aufnahme ist nur in Ausnahmefällen möglich, die Einschätzung dazu wird von Ihrem betreuenden Hausarzt und nach Rücksprache mit dem jeweiligen Gesundheitsamt vorgenommen.
Ein Krankenhaus testet ausschließlich Personen, die die dafür vorgesehene, und vom zuständigen Gesundheitsamt eingeleitete, medizinische Versorgungskette durchlaufen haben und die danach noch in einem begründeten Verdacht stehen, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Ein Test erfolgt also ausschließlich auf ärztliche Empfehlung. Zu den Corona-Fiebersprechstunden in Dahme-Spreewald s.o.

Kann ich mich im Krankenhaus oder bei meinem Hausarzt gegen SARS-CoV-2impfen lassen?
Nein, momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung. In China soll Medienberichten zufolge ein erster Impfstoffkandidat ab Ende April 2020 in einer klinischen Studie erprobt werden. Wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, ist derzeit nicht absehbar.

Wie kann man sich dann vor der Ansteckung schützen?
Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene, sowie Abstand zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des Coronavirus. Diese Maßnahmen sind darüber hinaus auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten. Tipps für die richtige Händedesinfektion finden Sie hier.

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