Medizinische Zentren

Traumazentrum Lübben

Die Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie der Spreewaldklinik Lübben ist seit Juni 2011 als Regionales Traumazentrum von der DIOcert GmbH im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zertifiziert. Die Unfallchirurgie der Spreewaldklinik erfüllt somit nachweislich die Anforderungen zur Behandlung von Schwerverletzten nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. Das regionale Traumazentrum Lübben ist Teil des TraumaNetzwerkes Brandenburg-Süd.

Zertifizierung

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) prüft die Prozess- und Ergebnisqualität von Krankenhäusern, die eine Versorgung Schwerverletzter gewährleisten. Ziel ist die Optimierung der Versorgung durch Netzwerkbildung.

Am TraumaNetzwerk DGU® sind lokale und regionale Zentren, Ärzte und Rettungsdienste sowie spezialisierte Zentren zur Weiterbehandlung und Nachsorge beteiligt, die an Verfahren der Qualitätssicherung (intern und extern) teilnehmen und zur Weiterentwicklung der Versorgungsqualität beitragen. Schockraum-Trainings in Theorie und Praxis werden regelmäßig mit dem Team der Notfallambulanz und der Unfallchirurgie durchgeführt, auch eine Spezialfortbildung ATLS (Advanced Trauma Life Support) gehörte bereits dazu. Ärzte und Pflegepersonal werden außerdem mit Hospitationen und gezielten Fort- und Weiterbildungsprogrammen qualifiziert.

Die lokalen, regionalen und überregionalen Traumazentren erfüllen bei einer Zertifizierung spezielle strukturelle räumliche und personelle Voraussetzungen und verfügen über die notwendige Ausstattung. Fachliche Kompetenzen und Erfahrungen sind ebenso notwendig wie die Behandlung nach festgelegten Leitlinien, beginnend bei Rettung mit Erstversorgung und Eintreffen im Traumazentrum innerhalb von etwa 30 Minuten. Die abgestimmte Zusammenarbeit verschiedener Beteiligter – vom Rettungsdienst über Feuerwehr und Polizei bis hin zum Pflegepersonal in der Notfallambulanz des Krankenhauses – ist unerlässlich, da bei Schwerstverletzten jede Minute zählt. Die Aufnahme von Schwerverletzten muss 24 Stunden täglich ohne Einschränkungen (365 Tage p.a.) gewährleistet sein. Die Behandlung erfolgt nach standardisierten Abläufen und Verlegungskriterien. Am TraumaNetzwerk der DGU sind medizinische Zentren, weitere Krankenhäuser, Ärzte und Rettungsdienste beteiligt.