Aktuelle Meldungen

News aus unserem Haus

08.05.2019, Königs Wusterhausen

Alle Anforderungen zur Versorgung Schwerverletzter werden erfüllt

Unfallchirurgie im Achenbach-Krankenhaus als regionales Traumazentrum re-zertifiziert

Vor drei Jahren freute sich die Unfallchirurgie mit der Notfallambulanz im Achenbach-Krankenhaus über die erfolgreiche Erst-Zertifizierung als regionales Traumazentrum im TraumaNetzwerk Berlin. Jetzt wurde überprüft, ob die strengen Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie DGU umgesetzt werden. Mit dem Audit konnte belegt werden, dass unverändert und nachweisbar die Anforderungen zur Behandlung von Schwerverletzten nach den Kriterien der DGU erfüllt sind.

Um die Re-Zertifizierung zu erreichen, ist gefordert, dass regelmäßige Schockraumtrainings, weitere Schulungen sowie Hospitationen und gezielte Fort- und Weiterbildungsprogramme die beteiligten Mitarbeiter auf dem aktuellsten Wissensstand zur Versorgung Unfallverletzter halten. Das Schockraumtraining wird im Achenbach-Krankenhaus regelmäßig mit Spezialisten des Zentrums für Notfalltraining aus dem Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) durchgeführt. Die Abteilung für Unfallchirurgie kooperiert seit vielen Jahren mit dem Unfallkrankenhaus Berlin, Professor Dr. Michael Wich ist zugleich stellvertretender Direktor im ukb.

Um als Traumazentren anerkannt zu werden, müssen sowohl die räumlichen und personellen Voraussetzungen nachgewiesen werden, als auch funktionierende Strukturen und Dokumentationen hierüber. „Für die Patienten ist es wichtig zu wissen, dass bei einer schweren Verletzung die Abläufe und die Versorgung optimal gesichert sind“, erklärt Dr. Benno Bretag, Chefarzt der Notfallambulanzen im Klinikum Dahme-Spreewald, die Nachweispflichten. Die geprüften Abläufe beginnen bei Rettung und Erstversorgung am Unfallort, fortgesetzt mit dem Eintreffen im Traumazentrum und festgelegten Schritten der Erstversorgung im Minuten-Takt. Die Aufnahme von Schwerverletzten muss dabei 24 Stunden täglich ohne Einschränkungen gewährleistet sein.

Die Versorgung der Patienten zu optimieren und die ständige Verbesserung der Zusammenarbeit der verschiedenen Beteiligten ist Ziel und zugleich unerlässlich, da bei Schwerstverletzten jede Minute zählt. Am TraumaNetzwerk der DGU sind medizinische Zentren, weitere Krankenhäuser, Ärzte und Rettungsdienste beteiligt. Zum Netzwerk gehören zusätzlich Zentren zur Weiterbehandlung und Nachsorge. Der Berufsverband hat das TraumaNetzwerkD der DGU mit dem Ziel gegründet, „jedem Schwerverletzten in Deutschland rund um die Uhr die bestmögliche Versorgung unter standardisierten Qualitätsmaßstäben zu ermöglichen“. Dazu gehört die Bereitschaft, Versorgungskonzepte gemeinsam weiter zu entwickeln.

Kontakt

Fachliche Informationen
Prof. Dr. Michael Wich, Dr. Benno Bretag, Gernot Remtisch
Abt. für Unfallchirurgie und Orthopädie | Notfallambulanz, Achenbach-Krankenhaus
m.wich@klinikum-ds.de | b.bretag@klinikum-ds.de | g.remtisch@klinikum-ds.de

Pressekontakt
Dr. phil. Ragnhild Münch
Tel.: 03375 288-403 | Fax: 03375 288-702 | r.muench@klinikum-ds.de