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24.01.2020, Königs Wusterhausen

Medizinische Sonntagsvorlesung zu Gefäßerkrankungen

Stau im Blut

Am 9. Februar 2020 steht die 108. Medizinische Sonntagsvorlesung des Klinikums Dahme-Spreewald in der TH Wildau auf dem Programm. Zwei Referenten widmen sich Erkrankungen, die oft lange unbemerkt bleiben, aber schwerwiegende Folgen haben. „Stau im Blut. Verstopfte Gefäße und Folgen wie Schlaganfall“ haben Dipl.-Med. Ullrich Weise, Leitender Oberarzt Gefäßchirurgie am Achenbach-Krankenhaus und Dipl.-Med. Steffen Kirsch, Abteilungsleiter kardiovasculäre und Intensivmedizin am Asklepios Fachklinikum Teupitz, ihre Vorlesung genannt.

Bei vielen Formen von Gefäßverengungen beeinträchtigen Ablagerungen (Verkalkungen, Blutgerinnsel) den Blutfluss oder es kommt zum „Stau“, also Stillstand an der betroffenen Stelle im Gefäßsystem. Je nach Gefäßart und Körperstelle sind ernste Erkrankungen die Folge – an den Beinen ist es die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), an der Halsschlagader der Schlaganfall. 360.000 Todesfälle gehen in Deutschland jährlich auf Arteriosklerose zurück, zwanzig Prozent der über 70-Jährigen leiden unter pAVK. Folgen von Arteriosklerose gehören zu den häufigsten Todesursachen. Risikofaktoren wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Rauchen oder erhöhte Blutfettwerte sind Wegbereiter der Gefäßerkrankungen.

270.0000 Schlaganfälle treten jährlich in Deutschland auf, damit stellen sie eine der drei häufigsten Todesursachen in Deutschland dar. 30.000 Fälle gehen auf Verengung der zum Hirn führenden Halsschlagadern zurück. „Die weitaus häufigste Erkrankung ist eine Einengung der Halsgefäße, eine Erkrankung, die ebenfalls auf Arteriosklerose zurückgeht“, erläutert Steffen Kirsch. „Ein ‚Stau im Blut‘ an der Halsschlagader kann lange unbemerkt bleiben, erst bei starker Verengung wird der Stau spürbar.“

Dies sind bedenkliche Zahlen, zumal Manches mit gesunder Lebensweise vermeidbar ist. Zugleich bestehen inzwischen sehr gute Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten. Ullrich Weise und Steffen Kirsch nutzen als Experten für Gefäßerkrankungen vielfältige operative und endovaskuläre Verfahren, die auch kombiniert zum Einsatz kommen. Dies reicht von der Entfernung der „Kalkschichten“ bis zur Implantation eines Stents als Überbrückung. Möglich ist auch das Aufweiten eines verengten Gefäßes mit einem Kunststoffballon, der über den Arm oder die Leiste eingeführt und an der betroffenen Stelle aufgeblasen wird. Bei einem eingetretenen Schlaganfall können kleinste Gerinnsel, die in den Hirngefäßen stecken, mittels spezieller Katheter schonend über die Leistenschlagader entfernt werden. Die beiden Referenten werden Krankheitsbilder und die am häufigsten genutzten Operationsmethoden vorstellen und im Anschluss Fragen der Zuhörer beantworten.

Die Vorlesung am 9. Februar 2020 findet im großen Hörsaal der Halle 14 an der TH Wildau statt, direkt am S-Bhf. Wildau. Beginn ist um 11 Uhr, der Eintritt ist frei. Die weiteren Themen und Referenten der Medizinischen Sonntagsvorlesungen sind im Internet zu finden unter www.klinikum-ds.de/Veranstaltungen.

Kontakt

Fachliche Informationen
Dipl.-Med. Ullrich Weise, Ltd. Oberarzt Gefäßchirurgie
Abt. für Allgemein-, Visceral-, Gefäßchirurgie, Achenbach-Krankenhaus
Tel.: 03375 288-1150 | u.weise@klinikum-ds.de
Dipl.-Med. Steffen Kirsch, Abteilungsleiter kardiovasculäre und Intensivmedizin
Asklepios Fachklinikum Teupitz
Tel.: 033766 66-187 | s.kirsch@asklepios.com | www.asklepios.com

Pressekontakt Klinikum Dahme-Spreewald
Dr. phil. Ragnhild Münch, Tel.: 03375 288-403 | r.muench@klinikum-ds.de