Ankommen, kennenlernen und gemeinsam in die Stillzeit starten.

Die ersten Stunden und Tage

Nach der Geburt beginnt eine ganz besondere Zeit. Ihr Baby ist endlich da und Sie lernen sich Schritt für Schritt kennen. Nähe, Hautkontakt und Ruhe können Ihnen dabei helfen, gemeinsam anzukommen. Auch beim Stillen darf sich alles in Ihrem eigenen Tempo entwickeln. Manche Babys finden schnell zur Brust, andere brauchen etwas mehr Zeit und Unterstützung.

Geben Sie sich und Ihrem Baby Zeit. Sie müssen nicht von Anfang an alles können.

Erst einmal ankommen

Nach der Geburt beginnt eine ganz besondere Zeit. Ihr Baby ist endlich da und Sie lernen sich Schritt für Schritt kennen. Nähe, Hautkontakt und Ruhe können Ihnen dabei helfen, gemeinsam anzukommen.

Auch beim Stillen darf sich alles in Ihrem eigenen Tempo entwickeln. Manche Babys finden schnell zur Brust, andere brauchen etwas mehr Zeit und Unterstützung.

Geben Sie sich und Ihrem Baby Zeit. Sie müssen nicht von Anfang an alles können.

 

Wenn Ihr Baby zum ersten Mal an die Brust möchte

Viele Neugeborene zeigen bereits in der ersten Zeit nach der Geburt Interesse an der Brust. Wenn Ihr Baby erste Signale zeigt, kann es in Ruhe die Brust kennenlernen und seinen eigenen Weg dorthin finden.

Ein früher Stillbeginn kann die Entwicklung der Stillbeziehung unterstützen. Dabei ist jedes Baby unterschiedlich: Manche Babys beginnen schnell zu saugen, andere brauchen etwas länger.

Vertrauen Sie Ihrem Baby und geben Sie ihm Zeit.

Die erste Milch: Kolostrum

Schon während der Schwangerschaft beginnt Ihr Körper, sich auf die Stillzeit vorzubereiten. Nach der Geburt bildet sich zunächst Kolostrum – die erste Milch. Kolostrum ist besonders konzentriert und enthält zahlreiche Immunstoffe, Hormone und Wachstumsfaktoren. Es unterstützt unter anderem die Entwicklung des Mikrobioms und die Immunabwehr Ihres Babys. Die Menge des Kolostrums ist zunächst klein. Das ist ganz normal und auf die Bedürfnisse Ihres Neugeborenen abgestimmt.

Wenig Milch bedeutet in den ersten Tagen also nicht automatisch, dass Ihr Baby nicht genug bekommt.

Die ersten Stillmahlzeiten

Neugeborene haben einen kleinen Magen und Muttermilch wird schnell verdaut. Deshalb möchten Babys in den ersten Tagen häufig trinken.

8 bis 12 Stillmahlzeiten innerhalb von 24 Stunden können normal sein.

Manche Babys möchten zeitweise sogar sehr häufig hintereinander trinken. Dieses sogenannte Clusterfeeding kann insbesondere in den ersten Lebenstagen auftreten und zur Anregung der Milchbildung beitragen. Einen festen Rhythmus müssen Sie dabei nicht vorgeben. Beobachten Sie Ihr Baby und orientieren Sie sich an seinen Signalen.

Manchmal braucht es etwas Zeit

Nicht jeder Stillstart verläuft so, wie man ihn sich während der Schwangerschaft vorgestellt hat. Vielleicht möchte Ihr Baby zunächst nicht trinken. Vielleicht braucht es Unterstützung beim Anlegen. Vielleicht fühlen Sie sich unsicher oder haben sich den ersten Stillversuch ganz anders vorgestellt.

Das bedeutet nicht, dass Sie etwas falsch gemacht haben.

Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme, Ihrer Stillberatung oder unserem Fachpersonal. Gemeinsam können Sie schauen, was Sie und Ihr Baby gerade brauchen.