Manchmal kommt das Lebensende durch eine schwere Erkrankung oder einen Unfall viel früher als erwartet, manchmal steht der Abschied am Ende eines erfüllten Lebensweges und wird dennoch nicht weniger schmerzvoll. In beiden Fällen stehen Betroffene und ihre Nächsten oft vor vielen schwerwiegenden Fragen und manchmal können Patienten selbst existenzielle Entscheidungen nicht mehr selbst treffen.
Begrenzte Lebenszeit. Viele Fragen.
„Wir erleben im Klinikalltag oft, wie schwer ungeklärte Fragen Familien belasten“, sagt Dr. Ruben Busch. Der Oberarzt ist Teil des interdisziplinären Teams der Palliativabteilung, das sich um schwerstkranke Patienten, deren Lebenszeit stark begrenzt ist, und ihre Angehörigen kümmert. Ärzte, speziell geschulte Pflegekräfte, Therapeuten und Psychologen tragen in dieser Fachabteilung des Klinikum Dahme-Spreewald mit ganzheitlichen Behandlungsmethoden dazu bei, körperliche, seelische, soziale und spirituelle Beschwerden der Patienten zu lindern und ihre Lebensqualität zu fördern.
Was Palliativmedizin leisten kann
Die kostenfreie Informationsveranstaltung am 18. Februar widmet sich zwei Schwerpunkten: Im ersten Teil geht Dr. Ruben Busch erklärend darauf ein, was genau Palliativmedizin ist und wo die Grenzen zur kurativen Medizin und zur Intensivmedizin verlaufen. Außerdem erläutert der Oberarzt, wann und für wen Palliativmedizin sinnvoll ist. Dabei geht der Palliativmediziner auch auf typische Symptome sowie häufige Belastungen ein und erklärt, wie das multiprofessionelle Team der Palliativabteilung unterstützen und Symptome lindern kann.
Warum Vorsorge wichtig ist
Im zweiten Teil geht der erfahrene Mediziner darauf ein, warum Vorsorge so wichtig ist, wenn Menschen plötzlich schwer erkranken oder keine selbstbestimmten Entscheidungen mehr treffen können. Dabei erläutert Dr. Ruben Busch näher den Zweck, die grenzen und typische Missverständnisse von Patientenverfügungen. Außerdem gibt es Informationen zu weiteren rechtlichen Möglichkeiten wie Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung sowie eine kurze Einordnung des Ehegattennotvertretungsrechts.
Raum für allgemeine Fragen
Im Anschluss an den Vortrag haben Teilnehmende Gelegenheit, allgemeine Fragen zum Thema zu stellen. Eine individuelle medizinische oder rechtliche Beratung ist in diesem Rahmen nicht möglich. Die Teilnahme an dem Info-Abend, der um 17.30 Uhr im Konferenzraum II des Achenbach-Krankenhaus beginnt, ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.