Seit rund 15 Jahren werden in Königs Wusterhausen Knie- und Hüftgelenke im zunehmenden Maße implantiert. Für Patienten, deren Gelenke durch Verschleiß, Stürze oder Unfälle defekt sind, bedeutet ein solcher künstlicher Ersatz oft ein Gewinn an Mobilität und Lebensqualität. Vor vier Jahren wurde die Abteilung erstmals durch EndoCert, einer Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, erfolgreich als EndoProthetikZentrum zertifiziert. Damals konnten im Jahr 250 Patienten behandelt werden. In diesem Jahr hat das Endoprothetik-Zentrum seine Behandlungszahl annähernd verdoppelt. „Dass sich immer mehr Patienten für eine Behandlung in unserer Abteilung entscheiden, ist für uns ein großes Zeichen des Vertrauens und der zunehmenden Anerkennung“, erklärt Dr. Henrik Naumburger, der das Endoprothetikzentrum mit aufgebaut hat und leitet.
Schnelle Erholung nach der OP
Seit der Gründung arbeitet das Team daran, die Behandlungswege für die Patienten stetig weiter zu optimieren. Neben der hohen Qualifikation der drei Hauptoperateure und der Kompetenz der Therapeuten und Pflegeprofis spielt auch das spezielle Rapid-Recovery-Programm eine entscheidende Rolle. Das multimodale Konzept fördert die schnelle Erholung der Patienten nach dem Eingriff und setzt dabei bereits vor der OP an: Zum Beispiel mit gezielter Physiotherapie und einem ausführlichen Patientenseminar, in dem die Betroffenen neben allen wichtigen Informationen rund um den Eingriff auch ein spezielles Training mit Gehhilfen erhalten, damit sie möglichst schnell wieder mobil sind.
Raum für individuelle Beratung
Wie genau das Rapid-Recovery-Konzept funktioniert, wie die Behandlung im Endoprothetik-Zentrum abläuft und welche Risiken und Chancen Gelenkimplantate bergen, darüber können sich Patienten und Angehörige bei einer kostenfreien Informationsveranstaltungen aufklären lassen. Unter dem Titel „Fit wie früher – dank Gelenkersatz“ stellt Dr. Henrik Naumburger Behandlungswege sowie Implantat-Typen vor und erklärt, für wen und wann Endoprothesen infrage kommen. Nach dem Vortrag haben Interessierte die Möglichkeit, sich zu individuellen Gesundheitsfragen zum Thema von dem erfahrenen Orthopäden und Unfallchirurgien beraten zu lassen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.