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22.08.2019, Königs Wusterhausen

Neue Serie der Medizinischen Sonntagsvorlesungen

Schwerhörigkeit und Möglichkeiten der Hörverbesserung

Bis Juni 2020 warten wieder einmal monatlich an der TH Wildau die Medizinischen Vorlesungen des Klinikums Dahme-Spreewald auf „Sonntagsstudierende“. Am 8. September 2019 beginnt die Reihe mit dem Hören: Schwerhörigkeit: Welche Möglichkeiten der Hörverbesserung gibt es heute? Dieser Frage geht in der 103. Medizinischen Sonntagsvorlesung Prof. Dr. Markus Jungehülsing nach. Seit 2001 ist er Chefarzt der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam und seit Mai 2019 auch im Klinikum Dahme-Spreewald.

Rund 16 Millionen Menschen in Deutschland sind schwerhörig, etwa 80.000 gehörlos. Von den 16 Millionen Schwerhörigen können sich 140.000 sogar nur mit Hilfe eines Gebärdensprach-Dolmetschers verständigen. Drei Arten von Schwerhörigkeit werden unterschieden: Schallleitungs-, Schallempfindungs- und Schallwahrnehmungs-Schwerhörigkeit. Alle haben unterschiedliche Ursachen und betreffen unterschiedliche Bereiche des Gehörgangs. Fehlbildungen oder Veränderungen im Gehörgang oder im Gehirn, wie etwa in Folge eines Schlaganfalls, sind häufig die Ursache. Mit dem Alter nimmt die „Leistungsfähigkeit“ von Hörnerv und von Zellen in der Hörschnecke ab, so dass bei Älteren das Hörvermögen nachlässt.

„Viele Beeinträchtigungen des Gehörs können heute erfolgreich behandelt werden“, darauf weist Professor Jungehülsing hin. „Schallleitungsschwerhörigkeit im äußeren und Mittelohr etwa ist sowohl mit Medikamenten als auch einer Operation heilbar.“ Extremer Lärm oder ein Knall direkt neben dem Ohr verursacht Schallleitungs- und Schallempfindungs-Schwerhörigkeit, weil der große Druck das Trommelfell reißen lässt und die Haarzellen im Innenohr beschädigt.

Professor Jungehülsing wird einen Einblick in die Möglichkeiten der Hörverbesserung geben, die der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde heute zur Verfügung stehen. „Bei bestimmten Ursachen und Formen der Schwerhörigkeit kommen Medikamente in Betracht, etwa bei Infektionen aufgrund von Bakterien oder Viren. Sind einzelne Bestandteile des Ohres bzw. Gehörganges beeinträchtigt, kann eine Hörverbesserung mit Hilfe operativer Korrekturen oder Überbrückungen erreicht werden.“

Die Medizinische Sonntagsvorlesung der Klinikum Dahme-Spreewald GmbH findet statt am 8. September 2019 im großen Hörsaal der Halle 14 der TH Wildau, direkt am S-Bhf. Wildau. Beginn ist um 11 Uhr, die Teilnahme ist kostenlos. Bis Juni 2020 stehen jeweils am 2. Sonntag im Monat Themen rund um Krankheiten und Gesundheitsrisiken auf dem Programm des Klinikums Dahme-Spreewald in Zusammenarbeit mit der TH Wildau. Das Programm bis Juni 2020 ist auch im Internet zu finden: www.klinikum-ds.de.
 

Kontakt

Fachliche Informationen
Prof. Dr. Markus Jungehülsing, Chefarzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Klinikum Ernst von Bergmann /Klinikum Dahme-Spreewald
Tel.: 03375 288-301 | markus.jungehuelsing@sana.de

Pressekontakt
Dr. phil. Ragnhild Münch
Tel.: 03375 288-403 | Fax: 03375 288-702 | r.muench@klinikum-ds.de