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23.07.2019, Lübben

Gerd Paegert schenkt der Spreewaldklinik Lübben Karikaturen

Palliativmedizin ist Teil des Lebens

Vor mehr als sechs Jahren entstand am Klinikum Dahme-Spreewald der Bereich Palliativmedizin. Dr. Chris Neiße ist von Beginn an Chefärztin und hat ein eng geflochtenes Netzwerk aufgebaut, zu dem seit September 2017 für die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) die Spreewaldklinik Lübben als koordinierende Zweigstelle des Palliative Care Teams (PCT) Rüdersdorf gehört. So können schwerstkranke Patienten zu Hause versorgt werden.

„Palliativmedizinische Versorgung ist keine Frage des Ortes, sondern eine Frage der Einstellung zu und des Umgangs mit schwer erkrankten Patienten und ihren Angehörigen“, weiß die Chefärztin aus langer Erfahrung. „Dazu gehört für unser Team mit unseren Patienten, ihren Familien und Freunden zu reden – und gern auch zu lachen.“

Dabei helfen jetzt zwei Spreewald-Karikaturen von Gerd Paegert. Ein Bild lässt schmunzeln und stimmt zugleich nachdenklich. Hier begleitet das Palliativteam auf einem Weg durch einen Tunnel. Das andere bezaubert mit den „Zutaten“ der Intensivmedizin – Öl, Essig und Dressing. Der Künstler aus Freesdorf karikiert die Besonderheiten der Region, darunter Tagebau und Gurken, die Tierwelt und 2017 hat er als Pilger mit über einer Million Schritte den Jakobsweg bezwungen.

„Wir freuen uns sehr über diese ganz besonderen Spreewaldgurken“, so Dr. Chris Neiße. „Daran werden unsere Patienten ebenso Gefallen finden wie unser Team.“ Zum Team gehören außer Ärzten und spezialisiertem Pflegepersonal auch Psychologen, Physio-, Kunst- und Musiktherapeuten sowie Sozialarbeiter und Seelsorger. Die Behandlung von Krebs- und Palliativpatienten ist sehr vielschichtig und geschieht immer im Team, das wiederum Teil des Netzwerkes ist.

Das gemeinsame Handeln mit Angehörigen, geprägt von Respekt und Empathie, steht im Zentrum. Außerhalb des Krankenhauses sind mit der SAPV Angebote möglich, die im stationären Bereich nicht umsetzbar sind. Ziel ist es, Lebensqualität trotz schwerer Erkrankung zu verbessern und Patienten und deren Angehörigen behilflich zu sein, mit den Partnern des Netzwerkes im Gespräch zu bleiben, um lange oder kurze Krankheitsverläufe bestmöglich zu begleiten.

Palliativmedizin ist laut Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) „aktive und ganzheitliche Behandlung von Patienten, die an einer fortschreitenden Erkrankung mit einer begrenzten Lebenserwartung leiden.“ Im Blickfeld sind neben den körperlichen Beschwerden vor allem die psychologische, soziale und seelsorgerische Betreuung. 2002 ergänzte die WHO, dass zur Palliativmedizin „ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Angehörigen (gehört), die mit Problemen konfrontiert sind, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen, und zwar durch Vorbeugen und Lindern von Leiden, durch frühzeitiges Erkennen, Einschätzung und Behandlung von Schmerzen sowie anderen belastenden Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art.“

Kontakt

Fachliche Auskünfte
Dr. med. Chris Neiße | Tel.: 03546 754570 oder 03375 288 5983 | c.neisse@klinikum-ds.de

http://www.gerd-paegert.de/CARTOONS/www.gerd-paegert.de/Willkommen.html

Pressekontakt
Dr. phil. Ragnhild Münch
Tel.: 03375 288-403 | r.muench@klinikum-ds.de