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07.01.2019, Königs Wusterhausen

Medizinische Sonntagsvorlesung widmet sich einem sensiblen Organ

Nicht wegen der Schönheit: Nasen-Operationen

„Nasen-Operationen. Wann ist das notwendig?“ fragt Mykolas Dumcius, Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde bei der 97. Medizinischen Sonntagsvorlesung am 13. Januar 2019 in der TH Wildau.

Sie ist mitten im Gesicht und prägend für den ersten Eindruck. Sie reicht von der Nasenwurzel bis zur Nasenspitze, hat Beine und Flügel, Löcher und einen Steg. Der Mensch atmet ganz überwiegend durch die Nase. Von Schleimhaut umgebene Hohlräume gewährleisten, dass dies meist unbemerkt und lautlos geschieht.

Unsichtbar, aber am häufigsten beeinträchtigt ist die knorpelige Nasenscheidewand zur Aufteilung der Nasenhöhle in zwei Teile, auch die Nasenmuscheln bereiten mitunter Probleme. Erstaunlich ist, dass fast alle Menschen keine gerade Nasenscheidewand haben. Ist diese verbogen, kann es die Atmung und das Riechvermögen beeinträchtigen. „Wenn die Nasenatmung behindert ist, atmen die Patienten automatisch durch den Mund. So schnarchen sie stärker, haben häufig Kopfschmerzen, leiden unter Atemwegsinfektionen, aber auch Rachen- und Kehlkopfentzündungen belasten die Gesundheit zunehmend“, erläutert Mykolas Dumcius die häufigsten Beeinträchtigungen.

In Folge eines Sturzes, eines Schlages oder anderer Gewalteinwirkung kommt es immer wieder zu einem Bruch des Nasenbeins, in dessen Folge auch die Nasenscheidewand verkrümmt wird. Nach dem Boxen sind Fußball, Handball und Basketball die Sportarten mit dem höchsten Risiko für einen Nasenbeinbruch, der auch die Nasenscheidewand in Mitleidenschaft ziehen kann. Je nach Schwere der Verletzung kann eine Operation notwendig werden, um die äußere Form und die Funktion der Nase wiederherzustellen.

Abschließend spricht der HNO-Facharzt, der bis Ende 2018 Oberarzt im Achenbach-Krankenhaus war, auch über medizinisch nicht notwendige Nasenoperationen. Verkleinerung, Nasenspitzen-, flügel- oder Nasenlochkorrekturen sind rein ästhetische Maßnahmen, die meist privat zu finanzieren sind.

Die Medizinische Sonntagsvorlesung des Klinikums Dahme-Spreewald findet am 13. Januar 2019 im großen Hörsaal der Halle 14 an der TH Wildau statt, direkt am S-Bhf. Wildau, Beginn ist um 11 Uhr. Der Eintritt ist frei. Anschließend können die Zuhörer Fragen stellen. Die weiteren Themen und Referenten der Medizinischen Sonntagsvorlesungen sind im Internet zu finden unter www.klinikum-ds.de/Veranstaltungen.

Kontakt

Fachliche Informationen
Mykolas Dumcius, Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde
HNO-Praxis: Eichenallee 4, 15711 Königs Wusterhausen, Tel.: 03375 296915

Pressekontakt
Dr. phil. Ragnhild Münch
Tel.: 03375 288-403 | r.muench@klinikum-ds.de