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05.09.2017
, Königs Wusterhausen
133 Jahre Gesetz und immer noch aktuell
Sonntagsvorlesung zur Unfallversicherung

Mit der 83. Medizinischen Sonntagsvorlesung des Klinikums Dahme-Spreewald in Zusammenarbeit mit der TH Wildau am 10. September 2017 beginnt die neue Serie der beliebten Vorlesungsreihe. Bis Juni 2018 erwartet die „Sonntagsstudentinnen und -studenten“ wieder ein abwechslungsreiches Spektrum von Gesundheitsthemen verschiedener medizinischer Fachgebiete. Zum Auftakt stellt Prof. Dr. Michael Wich, D-Arzt, Chefarzt am Klinikum Dahme-Spreewald und stellvertretender Direktor am Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) die Gesetzliche Unfallversicherung (GUV) vor.
Weitere Vorlesungen widmen sich neuen Aspekten rund um Pflege, Wundmanagement oder Gefäßmedizin. Ein Vortrag wird die Gäste in die Tiefen des Meeres entführen, ein anderer widmet sich neuesten Therapiemöglichkeiten.

Zum Thema „Die Gesetzliche Unfallversicherung – wer ist versichert und was ist zu beachten?“ spricht Professor Wich über spannende und wissenswerte Aspekte der zweitältesten Sozialversicherung in Deutschland, darüber, was diese heute für die Versicherten leisten kann wie sie sich entwickelt hat. Schon seit 1884 gibt es die gesetzliche Unfallversicherung, die Arbeits- und Wegeunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren im Blick hat. Trotzdem ist es der am wenigsten bekannte Zweig der Sozialversicherung, gegründet ein Jahr nach der Krankenversicherung (1883).

„Die Unfallversicherung ist eine ebenso beständige wie nachhaltig wirksame Form der sozialen Sicherung“, stellt Professor Wich fest. „In den 133 Jahren ihres Bestehens hat sie nur zwei wesentliche Änderungen erfahren, das war 1911 mit der Reichsversicherungsordnung und 1996 mit dem Sozialgesetzbuch VII.“ Mit dem Gesetz wurden Unternehmer verpflichtet, Berufsgenossenschaften zu gründen und zu finanzieren. Heute gibt es neun Berufsgenossenschaften (BG) und neun BG-Kliniken für bundesweit 80 Millionen Versicherte. Dazu gehören Arbeitnehmer und Auszubildende, aber auch Mitarbeiter in Hilfsorganisationen, Lebensretter, ehrenamtlich Tätige und Blutspender.

Professor Dr. Wich ist Durchgangsarzt (D-Arzt) am Achenbach-Krankenhaus und mit dieser besonderen Zulassung Ansprechpartner für alle, die auf dem Weg zur Arbeit oder Schule und bei der Arbeit einen Unfall erlitten haben. Dies beschränkt sich nicht auf den Unfalltag, sondern schließt Nachbehandlung oder Behandlung bei einer erneuten Erkrankung aufgrund von Unfallfolgen ein. Bei leichten Verletzungen übernimmt der Hausarzt die weitere Behandlung, allerdings überwacht der D-Arzt den Verlauf.
„Bis heute ist diese Versicherung ein ‚lernendes System“, erläutert Professor Wich das Prinzip. „Ziel ist, die Rückkehr in das berufliche und soziale Leben zu ermöglichen. Dies gelingt bei 97 Prozent aller Versicherungsfälle. Der Patientennutzen ist der leitende Grundgedanke.“ Die Unfallversicherung hat zugleich arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren im Blick. Zur Verhütung von Schadensfällen gelten allerorten Unfallverhütungsvorschriften.

Die Medizinische Sonntagsvorlesung der Klinikum Dahme-Spreewald GmbH in Zusammenarbeit mit der TH Wildau findet statt am 10. September 2017 im großen Hörsaal der Halle 14 der TH Wildau, direkt am S-Bhf. Wildau. Beginn ist um 11 Uhr, die Teilnahme ist kostenlos. Das Programm bis Juni 2018 ist auch im Internet zu finden:
www.klinikum-ds.de/ueber-uns/Veranstaltungen

 

 

Kontakt

Fachliche Informationen
Prof. Dr. med. Michael Wich, D-Arzt/Chefarzt
Klinikum Dahme-Spreewald GmbH/Unfallkrankenhaus Berlin (ukb)
m.wich@klinikum-ds.de

Pressekontakt
Dr. phil. Ragnhild Münch | Tel.: 03375 288-403 | Fax: 03375 288-702 | r.muench@klinikum-ds.de